
![]()
Sofortfinanzierung über Bausparen
Durch die Kombination eines Vorausdarlehens mit einem Bausparvertrag, kann eine sofortige Immobilienfinanzierung erreicht werden, ohne das bis dato ein Bausparvertrag angespart wurde.
Beim Vorausdarlehen wird nur der monatlich anfallende Zins bedient und für die Tilgung wird ein Bausparvertrag angespart. Die monatlichen Ansparrate sind je nach Tarif unterschiedlich. Die monatliche Mindestsparraten liegen in der Regel bei 1 %o, also bei EUR 100.000 Finanzierungsvolumen würde die Ansparrate EUR 100 betragen. Für eine Zuteilung innerhalb soll von 10 Jahren ist mit einer monatlichen Ansparrate von rd. 3,25%o zu rechnen.
Damit soll eine langfristige Zinssicherheit erreicht werden. Wesentlich ist hier, ob der Bausparvertrag nach Auslaufen der Zinsbindung des Vorausdarlehen (z.Bsp. nach 10 Jahren ) in die Zuteilung kommt. Zuteilung bedeutet, dass dann die Bausparsumme, bestehend aus Bausparguthaben und Bauspardarlehen, ausbezahlt wird. Da der Zinssatz des Bauspardarlehens bereits bei Abschluss bekannt ist, kann hier das Zinsänderungsrisiko minimiert/ausgeschlossen werden.
Es gibt auch Tarife, wo die Zinsbindung des Vorausdarlehens bis zur Zuteilung des Bausparvertrages gilt, so dass hier sichergestellt ist, dass kein Zinsänderungsrisiko mehr auftritt.
Bausparkassen finanzieren bis 80% Beleihungsauslauf der als Sicherheit vorgesehenen wohnwirtschaftlichen Immobilie. Die Konditionen für die Vorausdarlehen liegen teils unter dem Niveau von 1A-Hypothekenfinanzierungen (bis 60% Beleihungsauslauf).
Zu beachten bleibt, dass ein Vorausdarlehen nicht laufend getilgt wird, sondern die Tilgung als Sparrate in den Bausparvertrag geht. Da die Guthabenverzinsung hier gering ist, entsteht ein Nachteil hinsichtlich der Differenz aus Zins des Vorausdarlehens und Guthabenzins des Bausparvertrages.
Man muss hier abwägen, ob die Vorteile der längeren Zinssicherheit sowie der oft besseren Konditionen der Vorausdarlehen diesen Nachteil kompensieren. Bei fast allen Gesellschaften kann eine Gruppen-Risikolebensversicherung hinzu gewählt werden, wobei in der Regel keine Gesundheitsfragen gestellt werden, was für manchen wichtig sein wird.
Bauspardarlehen
Nach Zuteilung des Bausparvertrages wird das Bausparguthaben und insbesondere das Bauspardarlehen zur Verfügung gestellt. Das Bauspardarlehen kann, anderes als bei Hypothekendarlehen, jederzeit Sondergetilgt werden bzw. können zusätzliche Tilgungen erbracht werden, ohne das eine Vorfälligkeitsentschädigung anfällt.
Die Zinssätze von Bauspardarlehen liegen in der Regel zwischen 1,6% bis 3.6% p.a. Wichtig ist aber nicht nur der Zinssatz, sondern insbesondere die Dauer bis zur Zuteilung des Bausparvertrages sowie die Laufzeit/Ratenbelastung des Bauspardarlehens.
Je günstiger der Zins, desto länger dauert die Zuteilung bei gleicher Ratenhöhe des Bauspardarlehens. Auch finden sich noch häufiger Darlehensgebühren in Höhe von 2% in den Darlehensbedingungen – zu meist ältere Verträge - , die den Effektivzins erhöhen.
